Am 14. April besuchte Bischof Urs Heiniger die Gemeinden Albstadt, Gammertingen und Sigmaringen, die sich in der Kirche in Albstadt-Tailfingen versammelt hatten.
Der Bischof dankte dem gemischten Chor, der zum Auftakt in drei Strophen ein Glaubensbekenntnis abgelegt habe. Alle Strophen zählen Christliches Glaubensgut auf und enden mit der Bekräftigung "Ich glaube daran!".
Dieses Lied sprach zu der Antwort Jesu an Thomas, die in Johannes 20, 29 steht: "Selig ist, wer nicht sieht und doch glaubt." Die eigentliche Grundlage war die Aussage des Thomas, die in Johannes 20,20 festgehalten ist: "Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!"
Bischof Heiniger rückte das Bild des "ungläubigen Thomas" zurecht, der bei einer Erscheinung des auferstandenen Jesus bei seinen Jüngern nicht anwesend gewesen war und ursprünglich Beweise dafür haben wollte, dass es sich wirklich um Jesus gehandelt hatte. Doch die Erfüllung der Forderung, seine Hände in die Nägelmale des Gekreuzigten legen zu können, musste nicht einmal mehr erfolgen, er erkannte ihn auch so, was zu besagter Erkenntnis führte.
Zweifel sei etwas, das jedem Gläubigen begegnen könne, führte der Bischof aus. Wichtig sei dann aber, dem Vorbild des Thomas zu folgen. Er versammelte sich mit den Jüngern, er hörte auf den Herrn und kam zu großer Erkenntnis.
Der Gemeindevorsteher von Tübingen, Hirte Arndt Bayer, wies in seinem Wortbeitrag auf Nathanael hin, der eine ähnliche Entwicklung durchlaufen hat (Johannes 1, 45f). Zunächst sagte er "Was kann aus Nazareth Gutes kommen!", als er der Bitte des Philippus dann doch folgte und Jesus begegnete, erkannte er "Rabbi, du bist Gottes Sohn, du bist der König von Israel!" Auch der Gemeindevorsteher forderte dazu auf, sich einen Ruck zu geben und das Wagnis des Glaubens einzugehen, um zur Erkenntnis zu kommen.
Weitere musikalische Impulse wurden durch die Orgel, das Klavier und eine Panflöte zusammen mit dem Chor gesetzt, dafür bedankte sich der Bischof am Ende des Gottesdienstes.