Apostel Martin Schnaufer in Ofterdingen
Der Karfreitag 2024 war ein Fest für die eingeladenen Gemeinden, aber auch für den ganzen Bezirk.
Apostel Martin Schnaufer stellte den Gottesdienst unter das Bibelwort aus Markus 15, 39: "Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, dass er so verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!"
Am Anfang des Gottesdienstes stand eine Bibellesung durch eine junge Glaubensschwester aus Johannes 19, 16-30, in der das Geschehen am Karfreitag ausführlich beschrieben wird. Darauf nahm der Apostel Bezug und beleuchtete einzelne Aspekte zusätzlich, zum Beispiel die Fürsorge Jesu für seinen Jünger und seine Mutter.
Dann kam er auf das Bibelwort für den Gottesdienst zu sprechen und schilderte die Situation auf Golgatha sehr anschaulich. Sowohl das, was über den Hauptmann bekannt ist, als auch was man aus den geschichtlichen Berichten jener Zeit zu entnehmen ist, lässt seine Bewertung des Gekreuzigten von einer Randbemerkung des Karfreitagsgeschehens zu einem wichtigen Hinweis auf die Haltung und das Verhalten Jesu Christi werden.
Jesus blieb in diesen Tagen oft still, wenn andere der Ansicht waren, er müsse sich jetzt unbedingt verteidigen. Er duldete Bestrafungen und Behandlungen, für die er nie Veranlassung durch ein Vergehen oder eine Sünde gegeben hatte.
Er hielt Verbindung, redete mit seinem Vater im Himmel, betete in vollen Vertrauen und ohne Kritik oder Vorwurf. Selbst, als er die Last der Sünde auf einen Schultern fühlte, die von Gott trennt, war es noch "sein Gott" zu dem er rief "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"
Auch seine Sicherheit wird den Hauptmann beeindruckt haben, wie auch die Liebe zu dein Seinen, die schon oben angesprochen ist. Der Hauptmann selbst wurde in diese Liebe eingeschlossen, als Jesus sagte "Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.
Wir sollten uns dieses Verhalten zum Vorbild nehmen für unsere Lebenssituationen, riet der Apostel. Auch er selbst prüfe sich unter dem Gedanken, welchen Eindruck ein "imaginärer Hauptmann" haben würde, wenn er ihn, den Apostel, mal einen Tag lang begleiten würde.
In diesem Gottesdienst empfingen zwei Kinder die Gabe Heiligen Geistes, für die Gemeinde Ammerbuch-Pfäffingen wurden zwei Diakoninnen ordiniert.
Die musikalische Begleitung erfolgte durch einen gemischten Chor aus den eingeladenen Gemeinden, Orgel und Klavier.