Abendgottesdienst mit dem Apostel
Das Auftaktlied des Chores "Kehr ein o Herr, kehr ein" erinnerte den Apostel an den Ausspruch Abrahams "Herr, habe ich Gnade gefunden vor deinen Augen…" (1. Mose 18:3). Das bezog er auf den Gottesdienst, in dem Begegnung zwischen Gott und seinen Kindern geschieht. Der Besuch eines Gottesdienstes ist kein Opfer, sondern die Annahme eines Geschenks von Gott.
Die Predigt des Apostels bezog sich auf die Bibelstelle Johannes 6, 27-29: "Schafft euch Speise, die nicht vergänglich ist, sondern die bleibt zum ewigen Leben. Die wird euch der Menschensohn geben; denn auf dem ist das Siegel Gottes des Vaters. Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat."
In dieser Begebenheit liegt ja auch noch die Trennung einiger Jünger von Jesus, die wohl alle nicht vollständig verstanden hatten, was gemeint war, als Jesus davon sprach, dass man sein Fleisch essen und sein Blut trinken müsse. Petrus bezeugte bekanntlich, dass er Jesus als den "Heiligen Gottes" betrachtete, der "Worte des ewigen Lebens" hatte. Apostel Schnaufer arbeitete heraus, dass Jesus wegführen wollte von dem Gedanken der Berechenbarkeit Gottes. Statt seine Wunderkräfte zum natürlichen Vorteil nutzen zu wollen, sollten sie lieber ihn als Sohn Gottes annehmen und seinem Wesen nachfolgen. Auf Gott selbst bezogen bedeute das, ihm (auch heute) nicht fordernd und verlangend zu begegnen, nicht auf Ansprüche aufgrund von "Leistungen" zu pochen, sondern ihm demütig und respektvoll zu begegnen.
"An Jesus zu glauben, ihn anzunehmen - wie im Bibelwort gefordert - hat Folgen" sagte der Apostel.