Ein ökumenisches Gemeindeprojekt
Friedhof(f)nung – Ein besonderer Tag an einem besonderen Ort
Am Samstag, den 27. September 2025, fand unter der Leitung der Evangelischen Kirchengemeinde Mössingen ein Gemeinschaftsprojekt auf dem Friedhof statt – unter dem Motto „Friedhof(f)nung“. Das Wortspiel aus „Friedhof“, „Frieden“ und „Hoffnung“ bildete die Grundlage für eine Veranstaltung, die den Friedhof als Ort der Erinnerung, der Trauer, der Stille und Ruhe, aber auch als Ort der Hoffnung, des Friedens und der Begegnung neu in den Blick nahm.
Um 15 Uhr wurde die Veranstaltung feierlich durch Pfarrer Joachim Rieger und Oberbürgermeister Michael Bulander eröffnet. Bereits im Vorfeld hatten Teilnehmende in einem Workshop mit Stefanie Bahlinger sogenannte „Hoffnungsbretter“ künstlerisch gestaltet und bemalt.
Am Steinlachbogen wurde ein Erinnerungsort eingerichtet. In der Friedhofshalle wurden Hoffnungsworte mittels einer Videoinstallation präsentiert. Die Kinderkirche bot verschiedene Stationen mit kreativen und sinnstiftenden Aktivitäten an – unter anderem das Pflanzen von Blumenzwiebeln, verbunden mit dem Gedanken, im kommenden Frühling zu sehen, was Neues daraus entsteht.
Eine Neuerung war die Einweihung eines „Schwätzbänkles“, das künftig als Ort des Austauschs dienen soll. Führungen über den Friedhof zu Themen wie Bestattungsformen, Abschiedsrituale, Leben und Sterben in früheren Zeiten sowie Erläuterungen zum muslimischen Gräberfeld stießen auf großes Interesse.
Zum Aufwärmen wurden im Kirchencafé sowie bei einer Abendsuppe in der Peter-und-Paulskirche kulinarische Angebote bereitgestellt.
Im Zentrum der musikalischen Stundenimpulse, die zu jeder vollen Stunde stattfanden, stand die christliche Auferstehungshoffnung. Mitwirkende waren der Posaunenchor sowie der Gemeindechor der Neuapostolischen Kirchengemeinde Mössingen.
Um 18 Uhr leitete der stellvertretende Gemeindevorsteher, Priester Dieter Wiech, eine Andacht in der Peter-und-Paulskirche, die musikalisch vom Gemeindechor begleitet wurde. Den Abschluss des Tages bildete ein bewegender Vortrag von Dan Forrests Requiem for the Living, dargeboten vom Projektchor, der sich aus verschiedenen Chören zusammensetzte. Es spielte das Orchester der Jugendmusikschule Steinlach. Pfarrerin Frauke Dietz sprach zum Abschluss hoffnungsvolle Worte, bevor alle Anwesenden gemeinsam das Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ sangen.