Anlass zu diesem besonderen Gottesdienst am 21. Juni 2023 in Tübingen war ein Theologie-Seminar am 20. und 21. Juni in Tübingen, das die 20 Apostel und Bischöfe aus den Gebietskirchen Schweiz und Süddeutschland besucht hatten. So war es naheliegend, am Mittwochabend auch den Gottesdienst in der örtlichen Gemeinde zu besuchen.
Bezirksapostel Michael Ehrich leitete den Gottesdienst, den er unter das Bibelwort aus Römer 4,4.5 stellte: „Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern weil er ihm zusteht. Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, aber an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.“
Mit Hilfe verschiedener verwandter Bibelstellen arbeitete der Bezirksapostel heraus, dass Glauben und Werke zusammenwirken müssen, weil weder die reine Werkgerechtigkeit noch ein inhaltsloser Formglaube zum Erfolg führen können.
Die Quelle ist schon nach Paulus der Gottesdienst. Aus ihm kommen der Glaube und die Kraft zu den Werken. Als Beispiele für solche Werke sprach der Kirchenpräsident das Gottvertrauen, die Nachfolge, die Nächstenliebe, die Sehnsucht nach der Wiederkunft des Sohnes Gottes und die Opferbereitschaft an.
Wortbeiträge des Amtskollegen aus der Schweiz, Bezirksapostel Jürg Zbinden, Bischof Reto Keller, Apostel Rolf Camenzind, Apostel Thomas Deubel (alle Schweiz), und Bischof Peter Jeram aus Österreich ergänzten und vertieften die einzelnen Gedanken.
Zwischen den Wortbeiträgen war immer wieder der Chor zu einer musikalischen Überleitung aufgefordert. Zum Mitsingen waren alle Sänger aus den anwesenden Gemeinden Tübingen, Ammerbuch-Pfäffingen, Rottenburg, Dußlingen und Ofterdingen eingeladen. Begleitet wurden die Vorträge teilweise durch das Klavier.